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Bundesverteidigungsministerium erhält Erweiterungsbau mit eigenem architektonischen Akzent

Historischer Standort zeitgemäß ergänzt

Ausgabejahr 2017
Datum 31.08.2017

Berlin. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) hat vor kurzem einen Erweiterungsbau für den zweiten Dienstsitz des Verteidigungsministeriums übergeben. Am historischen Ministeriumsstandort in Berlin-Tiergarten, dem so genannten Bendlerblock, wurde somit der Neubau nach einem Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Auer Weber mit den bestehenden Altbauten zu einer funktionalen Einheit zusammengefasst.

Berliner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums: Blick auf den Erweiterungsbau, der mit dem Altbau verzahnt ist Bundesministerium der Verteidigung, Erweiterungsbau des 2. Dienstsitzes in BerlinBerliner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums: Erweiterungsbau und Altbau Quelle: Roland Halbe Fotografie

Im Frühjahr 2017 wurde der Neubau mit rund 250 Büroarbeitsplätzen für den Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) inklusive der umgebenden Außenanlagen vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) an den Nutzer übergeben. In den Vorjahren wurden bereits hergerichtete Altbauten mit rund 400 Arbeitsplätzen bezogen.

Für den Entwurf des Gebäudes zeichnet das Stuttgarter Architekturbüro Auer Weber verantwortlich, das 2008 aus dem europaweiten Realisierungswettbewerb als erster Preisträger hervorgegangen war. Die Baumaßnahme umfasste sowohl den Neubau im nördlichen Teil des Grundstücks als auch die Herrichtung der angrenzenden, unter Denkmalschutz stehenden Bestandsbauten sowie die umgebenden Freianlagen. Das Außengelände wurde von Levin Monsigny Landwirtschaftsarchitekten gestaltet.

Die Erweiterung wurde in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Die denkmalgeschützten Altbauten wurden bereits in den Jahren 2011 bis 2014 hergerichtet; der Neubau entstand von 2013 bis 2016.

Petra Wesseler, Präsidentin des BBR, betonte: "Der Neubau beweist, dass Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und gute Gestaltung Hand in Hand gehen können. Dank konsequenter und disziplinierter Projektüberwachung ist es gelungen, die Einhaltung dieser Projektziele sicherzustellen."

Der Erweiterungsbau bildet sowohl funktional als auch formal den nördlichen Abschluss des Ensembles. In kompakter Kubatur und solitärhaften Proportionen entspricht er den benachbarten Botschaftsgebäuden. Unter Beachtung existierender Gebäudehöhen und denkmalschutzrechtlicher Belange wird der U-förmige Neubau mit dem benachbarten Altbau verzahnt und dadurch mit dem bestehenden Gebäudekomplex des historischen Bendlerblocks, der seine Bezeichnung vom einstigen Straßennahmen hat, zu einer funktionalen Einheit verbunden.

Erschlossen wird das Gebäude wie selbstverständlich über den vorhandenen Eingang des benachbarten Altbaus im Ehrenhof und stärkt so die inneren Strukturen des Bestandes. Am Übergang vom Alt- zum Neubau befindet sich ein großzügiges, mehrgeschossiges Foyer, das sich aus den örtlichen Gegebenheiten auf spannende, aber sinnfällige Weise entwickelt. Die klare Grundrissstruktur des Erweiterungsbaus erleichtert die Orientierung und dient den funktionalen Anforderungen. Der viergeschossige Innenhof stiftet Identität und bietet einen wohlproportionierten Blickfang.

Die Materialität der einheitlichen zurückhaltenden Putzfassade mit geschosshohen Fenstern unterstreicht den soliden Gebäudecharakter, die großen Fensterflächen sorgen zugleich – in Kombination mit der Ausstattung – für hohe Qualität der Innenräume.

Weitere Informationen zum Erweiterungsbau für das Bundesverteidigungsministerium

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