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Richtfest beim Bundeswehrkrankenhaus in Berlin

Ausgabejahr 2015
Datum 06.05.2015

Der Neubau der Küche mit Betreuungseinrichtung für das Bundeswehrkrankenhaus ist mit einem Bauvolumen von ca. 11,9 Miollionen Euro ein wesentlicher Baustein der langfristigen Entwicklung dieser besonderen Liegenschaft der Bundeswehr in Berlin-Mitte.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Petra Wesseler, hat am 6. Mai 2015 gemeinsam mit Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger, Abteilungsleiterin für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen im Bundesministerium der Verteidigung, und Dr. Knut Reuter, Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses, das Richtfest eröffnet.

Im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung setzt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung seit 1991 umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen für das Bundeswehrkrankenhaus um. Aufgrund kurzer Erneuerungszyklen und ständiger intensiver Nutzung der Anlagen ist kontinuierlich ein hoher Baubetrieb erforderlich. Neben den Um- und Neubauten sind die Maßnahmen der Bauunterhaltung von großer Bedeutung zur Sicherstellung des medizinischen Betriebes.

Daher wurden seit 2004 Zielplanungen als Grundlage für die langfristige Entwicklung der Liegenschaft erarbeitet. In einer ersten Bauphase wurden ca. 50 Millionen Euro umgesetzt, unter anderem für den Neubau des Bettenhauses mit Intensivstation und die Außenanlagen inklusive der für die Liegenschaft gestaltprägenden Parkanlage. Insbesondere hier zeigt sich die Geschichte der Liegenschaft in den denkmalgeschützten Gebäuden und offenbart ihren unverwechselbaren Charme. In der derzeit durchgeführten zweiten Bauphase wird ein Bauvolumen von ca. 90 Millionen Euro umgesetzt. Einige Maßnahmen wie zum Beispiel der Neubau der Notfallaufnahme sind bereits abgeschlossen.

Die Baumaßnahme Küche mit Betreuungseinrichtung wurde im räumlichen Zusammenhang mit weiteren dienenden Versorgungseinrichtungen wie der Apotheke und der Verwaltungsgebäude an der nördlichen Liegenschaftsgrenze angeordnet. Über einen Medientunnel und ein Brückengebäude ist das Gebäude an die zentralen Baukörper angeschlossen, so dass die Versorgung der Liegenschaft optimal gewährleistet werden kann. Der schlichte Baukörper mit einer flächenbetonten Fassade in dezenter Farbigkeit zeigt eine zeitgemäße und zurückhaltende Architektursprache, die sich in das Denkmalensemble einfügt, ohne sich anzupassen. Die großen, asymmetrisch angeordneten Fensterflächen stehen in dezentem Kontrast zur Massivität und Symmetrie des gegenüberliegenden Bestandsgebäudes aus dem 19. Jahrhundert. Für die dritte Bauphase ist unter anderem die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes als neues medizinisches Zentrum vorgesehen.

Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin gliedert sich mit seinen 14 Fachabteilungen und 370 Patientenbetten in die Regelversorgung des Landes Berlin ein. Es steht als Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité somit auch allen Berlinerinnen und Berlinern offen. Ursprünglich 1853 als Garnisonslazarett errichtet, durchlebte die Liegenschaft in den letzten 150 Jahren eine wechselvolle Geschichte und ist seit dem 1. Januar 1991 eines von fünf Bundeswehrkrankenhäusern deutschlandweit.

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