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Vorbereitungsdienst für den höheren technischen Verwaltungsdienst
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Allgemeines

Rechtsgrundlage für den Vorbereitungsdienst ist neben den allgemeinen beamtenrechtlichen Vorschriften wie z.B. Bundesbeamtengesetz, Bundeslaufbahnverordnung insbesondere die

vom 20.08.2004, zuletzt geändert am 12.02.2009.

Der Vorbereitungsdienst wird in Bonn und Berlin in folgenden Fachrichtungen angeboten

  • Hochbau (Architektur)
  • Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung

In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis erfüllt und ein wissenschaftliches – für die Fachrichtung der Laufbahn geeignetes Studium mit einer Regelstudienzeit von mindestens acht Fachsemestern - ohne Praxis- und Prüfungssemester- mit Diplomprüfung oder, wenn nach der Prüfungsordnung dieser Hochschule eine Diplomprüfung nicht vorgesehen ist, mit einer gleichwertigen Prüfung erfolgreich abgeschlossen oder an einer Fachhochschule einen Masterabschluss mit Akkreditierung für die Laufbahn des höheren Dienstes erworben hat.

Grundsätzlich können nur Bewerberinnen und Bewerber bis zu einem Höchstalter von 50 Jahren zu Beginn des Vorbereitungsdienstes berücksichtigt werden.

Dauer und Beginn des Vorbereitungsdienstes

Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel zwei Jahre und endet mit der großen Staatsprüfung. Er startet alle zwei Jahre jeweils zum 1. Mai an den Dienstorten Bonn und Berlin. Der nächste Einstellungstermin ist der 1. Mai 2015.

Die Stellenausschreibung wird Anfang September des Vorjahres auf der Homepage des BBR veröffentlicht. Bewerbungsschluss ist in der Regel Ende Oktober des Vorjahres. Die Bewerbung ist im Rahmen des elektronischen Bewerberverfahrens einzureichen.

Ablauf des Bewerberverfahrens

1. Bewerbung

Die Bewerbung muss folgende Unterlagen enthalten:

  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • ggf. ein Lichtbild, das nicht älter als sechs Monate sein soll
  • eine Ablichtung des Zeugnisses über den Nachweis der Hochschulreife, verbunden mit dem Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen
  • Ablichtungen von Belegnachweisen der wissenschaftlichen Hochschule
  • Ablichtungen der Zeugnisse über die Hochschulprüfungen wie Diplom-Vorprüfung, Diplom-Hauptprüfung oder einer gleichwertigen Prüfung sowie ggf. von Zeugnissen über zusätzliche Prüfungen, zumindest jedoch eine Bescheinigung des vorletzten Studiensemesters
  • Ablichtung der Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades
  • ggf. Kopie des Schwerbehindertenausweises bei schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern oder des Bescheides zur Gleichstellung als schwerbehinderter Mensch
  • ggf. Zeugnisse oder Bescheinigungen über etwaige berufliche Tätigkeiten
  • ggf. Bescheinigungen über ergänzende Qualifikationen


2. Ablauf des Auswahlverfahrens

Vor der Entscheidung über die Einstellung in den Vorbereitungsdienst findet mit den besten Bewerberinnen und Bewerbern im Januar des jeweiligen Kalenderjahres ein Auswahlverfahren statt. Das Auswahlverfahren soll zeigen, ob die Bewerberinnen und Bewerber auf Grund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst der Laufbahn geeignet sind. Es wird durch eine Auswahlkommission durchgeführt und besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.


3. weitere Unterlagen

Bei einem positiven Ausgang des Auswahlverfahrens müssen - vor einer endgültigen Einstellungszusage- unter anderem noch folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis oder ein Gesundheitszeugnis des Personalarztes, in dem auch zur Beamtendiensttauglichkeit Stellung genommen wird; die Kosten trägt das BBR
  • Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde
  • Erklärung darüber, ob die Bewerberin bzw. der Bewerber in einem Ermittlung- oder sonstigen Strafverfahren beschuldigt wird und in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt

Leistungen des BBR

Mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst wird ein Beamtenverhältnis auf Widerruf begründet. Für Referendarinnen und Referendare werden Anwärterbezüge nach dem Bundesbesoldungsgesetz gezahlt. Diese betragen ab dem 01.03.2015 monatlich:

  • Grundbetrag: 1.369,68 Euro
  • ggf. Verheiratetenzuschlag: 133.04 Euro
  • ggf. Zuschlag für das 1. und 2. Kind; pro Kind: 113,74 Euro
  • ggf. weitere Kinder, pro Kind: 354,38 Euro

Daneben werden vermögenswirksame Leistungen und Beihilfe im Rahmen der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) bei Krankheit gewährt.

Für den Fachbereich Maschinen- und Elektrotechnik werden zum Grundbetrag Anwärter-Sonderzuschläge in Höhe von 70 Prozent des zustehenden Anwärtergrundbetrages gezahlt.

Das Beamtenverhältnis ist sozialversicherungsfrei, so dass bei der Ermittlung der Netto-Bezüge lediglich Steuern in Abzug gebracht werden.

Scheidet die Referendarin oder der Referendar aus dem Vorbereitungsdienst aus, besteht in der Regel kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, es sei denn, es bestehen noch Ansprüche aus einem früheren Beschäftigungsverhältnis. Beiträge zur Rentenversicherung werden in diesem Fall nachentrichtet, so dass der Vorbereitungsdienst bei der späteren Rentenberechnung berücksichtigt wird.

Gliederung des Vorbereitungsdienstes

Der Vorbereitungsdienst gliedert sich für die jeweiligen Fachrichtungen wie folgt:



Laufbahnprüfung

Nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes wird die Große Staatsprüfung vor einer Prüfungskommission abgelegt. Die Laufbahnprüfung besteht aus einer häuslichen Prüfungsarbeit, vier schriftlichen Arbeiten und einer mündlichen Prüfung.

Übernahme nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes

Die Übernahme nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes ist im Rahmen freier Stellen im Beamtenverhältnis auf Probe (A 13h BBesO) bzw. als Tarifbeschäftigter in Entgeltgruppe 13 für die Dauer von 24 Monaten in der Regel möglich. Eine Übernahmezusage bei Beginn des Vorbereitungsdienstes kann aber nicht abgegeben werden, jedoch erhöht der Vorbereitungsdienst die Chancen auf dem Arbeitsmarkt - auch über den Öffentlichen Dienst hinaus.

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