Navigation und Service

Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst im BBR

Allgemeines

Rechtsgrundlage für den Vorbereitungsdienst ist neben den allgemeinen beamtenrechtlichen Vorschriften wie z.B. Bundesbeamtengesetz, Bundeslaufbahnverordnung insbesondere die

vom 21.01.2004, zuletzt geändert am 12.02.2009.

Der Vorbereitungsdienst wird in Bonn und Berlin im Beamtenverhältnis auf Widerruf in folgenden Fachrichtungen angeboten:

  • Hochbau
  • Bauingenieurwesen
  • Maschinenbau/Versorgungstechnik
  • Elektrotechnik/Nachrichtentechnik

In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis erfüllt und ein Abschlusszeugnis (Bachelor/Diplom (FH--Fachhochschule)) einer Hochschule in den Fachrichtungen Architektur (Hochbau), Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektro-, Nachrichten- oder Versorgungstechnik oder einen gleichwertigen Abschluss besitzt.

Grundsätzlich können nur Bewerberinnen und Bewerber bis zu einem Höchstalter von 50 Jahren (§ 48 BHO in Verbindung mit dem Rundschreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 23.03.1995) zu Beginn des Vorbereitungsdienstes berücksichtigt werden.

Dauer und Beginn des Vorbereitungsdienstes

Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel 18 Monate und endet mit einer Laufbahnprüfung. Er startet alle zwei Jahre jeweils zum 1. Mai an den Dienstorten Bonn und Berlin. Der nächste Einstellungstermin ist voraussichtlich der 1. Mai 2019.

Die Stellenausschreibung wird Anfang September des Vorjahres auf der Homepage des BBR veröffentlicht. Bewerbungsschluss ist in der Regel Ende Oktober des Vorjahres. Die Bewerbung ist im Rahmen des elektronischen Bewerberverfahrens einzureichen.

 

Ablauf des Bewerberverfahrens

1. Bewerbung

Ihre Bewerbung muss die folgenden Unterlagen enthalten:

  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • ggf. ein Lichtbild, das nicht älter als sechs Monate sein soll
  • eine Ablichtung des Abschlusszeugnisses

    (Bachelor/Diplom (FH)) der Hochschule oder des Nachweises eines gleichwertigen Bildungsabschlusses sowie eine Ablichtung der Urkunde, zumindest jedoch eine Bescheinigung des vorletzten Studiensemesters

  • ggf. Kopie des Schwerbehindertenausweises bei schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern oder des Bescheides zur Gleichstellung als schwerbehinderter Mensch
  • ggf. Zeugnisse oder Bescheinigung über etwaige berufliche Tätigkeiten
  • ggf. Bescheinigungen über ergänzende Qualifikationen

2. Ablauf des Auswahlverfahrens

Vor der Entscheidung über die Einstellung in den Vorbereitungsdienst findet mit den besten Bewerberinnen und Bewerbern im Januar des jeweiligen Kalenderjahres ein Auswahlverfahren statt. Das Auswahlverfahren soll zeigen, ob die Bewerberinnen und Bewerber auf Grund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst der Laufbahn geeignet sind. Das Auswahlverfahren wird durch eine Auswahlkommission durchgeführt. Es besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

3. weitere Unterlagen

Bei einem positiven Ausgang des Auswahlverfahrens müssen - vor einer endgültigen Einstellungszusage -  folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis oder ein Gesundheitszeugnis des Personalarztes, in dem auch zur Beamtendiensttauglichkeit Stellung genommen wird; die Kosten trägt das BBR
  • ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (§ 30 Abs. 5 BZRG)
  • Erklärungen darüber, ob die Bewerberin bzw. der Bewerber in einem Ermittlung- oder sonstigen Strafverfahren beschuldigt wird und in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt

Leistungen des BBR

Mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst wird ein Beamtenverhältnis auf Widerruf begründet. Für Anwärterinnen und Anwärter werden Anwärterbezüge nach dem Bundesbesoldungsgesetz gezahlt. Diese betragen ab dem 01.03.2015 monatlich:

  • Grundbetrag: 1.158,38 Euro
  • ggf. Verheiratetenzuschlag: 133,04 Euro
  • ggf. Zuschlag für das 1. und 2. Kind; pro Kind: 113,74 Euro
  • ggf. weitere Kinder, pro Kind: 354,38 Euro

 

Daneben werden vermögenswirksame Leistungen und Beihilfe im Rahmen der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) bei Krankheit gewährt.

Für Anwärterinnen und Anwärter der Fachrichtungen Maschinenbau/Versorgungstechnik sowie Elektrotechnik/Nachrichtentechnik ist die Zahlung eines Anwärtersonderzuschlages in Höhe von 70 v.H. des Grundbetrages möglich.

Das Beamtenverhältnis ist sozialversicherungsfrei, so dass bei der Ermittlung der Netto-Bezüge lediglich Steuern in Abzug gebracht werden.

Scheidet die Anwärterin oder der Anwärter aus dem Vorbereitungsdienst aus, besteht in der Regel kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, es sei denn, es bestehen noch Ansprüche aus einem früheren Beschäftigungsverhältnis. Beiträge zur Rentenversicherung werden in diesem Fall nachentrichtet, so dass der Vorbereitungsdienst bei der späteren Rentenberechnung berücksichtigt wird.

 

Laufbahnprüfung 

Nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes wird die Laufbahnprüfung vor einer Prüfungskommission abgelegt. Die Laufbahnprüfung besteht aus vier schriftlichen Arbeiten und einer mündlichen Prüfung.

 

Übernahme nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes

Die Übernahme nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes ist im Rahmen freier Stellen im Beamtenverhältnis auf Probe (Besoldungsgruppe A 10 BBesO) bzw. als Tarifbeschäftigter in Entgeltgruppe 10 für die Dauer von 24 Monaten in der Regel möglich. Eine Übernahmezusage bei Beginn des Vorbereitungsdienstes kann nicht gegeben werden, jedoch erhöht der erfolgreich geleistete Vorbereitungsdienst die Chancen auf den Arbeitsmarkt - auch über den Öffentlichen Dienst hinaus.

Diese Seite

© Copyright by BBR. Alle Rechte vorbehalten.